Freudentaumel nach 69 Minuten

Freudentaumel nach 69 Minuten

TV Planegg-Krailling – Rote Raben Vilsbiburg II 3:0

Freudentaumel nach 69 Minuten

Große Freude bei den Zweitliga-Volleyballerinnen des TV Planegg-Krailling. Gegen die junge Mannschaft aus Vilsbiburg gelang ihnen ein klarer 3:0 Sieg und damit der erste Dreier der Saison.

Freudentaumelnd fielen sich die Spielerinnen des TV Planegg-Krailling am Samstagabend in die Arme. Die Zweitliga-Volleyballerinnen aus dem Würmtal hatten ihre Gegnerinnen aus Vilsbiburg nach 69 Minuten klar mit 3:0 besiegt (26:24, 25:10, 25:15). Das Spiel fand auch dieses Mal Corona-bedingt vor leeren Rängen statt, allerdings waren zahlreiche Fans wieder über der Live-Stream mit dabei. Und vor den Augen der beiden Kommentatorinnen Paula Ottenbacher und Ines Turner lieferten die Damen des TVP ein ausgezeichnetes Spiel ab, das zurecht mit drei Punkten belohnt wurde.

Zu Beginn des ersten Satzes konnten sich die Damen des TV Planegg-Krailling leicht absetzen. Die Angreiferinnen überzeugten durch kluge Aktionen – gut platzierte Lobs und harte Angriffe erfolgten immer wieder im Wechsel. Auch die Abwehr war deutlich sicherer als noch in den Spielen zuvor. Beim Stand von 13:10 für Planegg nahm der Vilsbiburger Trainer seine erste Auszeit. Die Gäste kämpften sich im Anschluss wieder ran und konnten gleichziehen. Bis zum 24:24 blieb das Spiel dann ausgeglichen. Ein starker Block von Julia Horst setze den Schlusspunkt.

Der zweite Satz war dann eine pure Machtdemonstration der Gastgeberinnen. Lediglich zehn Punkte gelangen den Gästen aus Niederbayern in diesem Durchgang. Ausschlaggebend waren die starken Aufschläge – unter anderem von Chiara Lukes – die der gegnerischen Annahme ernsthafte Schwierigkeiten bereiteten. Währenddessen stabilisierte sich die eigene Annahme immer weiter – besonders Sophia Kilger hatte hier einen absoluten Sahne-Tag erwischt. Und auch im Angriff konnten die Kraillingerinnen nochmal eine Schippe drauflegen, während die Gegnerinnen das ein ums andere Mal am Block scheiterten – bis Spielende ganze zwölf Mal! Nicht einmal musste Trainer Flo Saller seine Spielerinnen zur Ordnung rufen, beide Auszeiten ließ er ungenutzt.

Ein fulminanter Start gelang den Gastgeberinnen im dritten Satz – wieder mit Chiara Lukes an der Aufschlaglinie. Bereits beim 5:1 nahm der gegnerische Trainer Lukasz Przybylak die erste Auszeit – der erste Spielerwechsel folgte wenig später beim 7:1. Den Vorsprung bauten die TVP-Damen immer weiter aus, auch weil sie besonders lange Ballwechsel immer wieder für sich entscheiden konnten. Zur Satzmitte wurde es dann wieder spannender, ab dem Stand von 17:6 gelangen den Vilsbiburgerinnen ganze fünf Punkte am Stück. Doch das konnte den Sieg des TV Planegg-Krailling dann auch nicht mehr gefährden.

Nennenswert ist aber die großartige Abwehrarbeit, die die gegnerische Libera Michaela Bertalanitsch das ganze Spiel über leistete. „Wie eine Gummiwand“ kam sie den Angreiferinnen des TV Planegg-Krailling zum Teil vor. Unter anderem ihr ist es zu verdanken, dass die Gastgeberinnen nicht noch deutlicher gewonnen haben.

Wenig Eigenfehler, druckvolle Aufschläge, eine sehr gute Blockarbeit, dazu ein sicherer Annahme- und Abwehrriegel und intelligente Angriffe waren die Erfolgsfaktoren für den deutlichen Sieg. „Wir haben die Woche gut trainiert und sind daher mit viel Zuversicht ins Spiel gegangen. Wir haben versucht konstant Druck zu machen und das ist uns sehr gut gelungen“, so Außenangreiferin Sophia Kilger, die ihr bisher bestes Saisonspiel ablieferte und zurecht mit dem MVP-Titel ausgezeichnet wurde.

Auch Trainer Florian Saller war mit der Leistung seiner Spielerinnen zufrieden: „Großes Lob an die gesamte Truppe. Wir haben uns alle für die Arbeit der letzten Wochen belohnt. Jede Spielerin war heute vom Kopf her in jeder Situation voll da.“

Die ersten drei Punkte der Saison geben den Spielerinnen wieder Selbstvertrauen, nachdem sie zuletzt acht Niederlagen in Folge kassiert hatten. Der TVP steht zwar immer noch unverändert auf dem vorletzten Platz, mit dem Sieg ist das Mittelfeld aber wieder in Reichweite gerückt.

Am Montag will die Volleyball Bundesliga darüber beraten, wie die Saison fortgesetzt werden soll. Das für Sonntag geplante Auswärtsspiel gegen Dresden wurde bereits wegen des hohen Inzidenzwerts dort abgesagt. Das Nachholspiel in Stuttgart soll aber – stand jetzt – stattfinden. Der Spielbeginn ist für 19:30 Uhr angesetzt.